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Sherlock Holmes der Tierwelt
Im Allgemeinen ist
bekannt, dass der Hund über einen ausgezeichneten Geruchssinn verfügt. In
diesem Artikel möchte ich nun ein bisschen näher darauf eingehen.
Hunde laufen oft mit der Nase auf dem Boden. Ständig schnü über seine Umgebung zu sammeln.
Es entspricht dem Zeitungslesen des Menschen. „Der Hund sieht mit der Nase“.
Seine Nase sagt ihm, was essbar, interessant und gefährlich ist. Mit vielen
kurzen und stoßweisen Atemzügen analysiert der Hund seine Umwelt, um die
Riechzellen nicht mit langen Eindrücken zu ermüden. Mit ihrem feinen
Geruchsinn und ca. 1000 verschiedenen Geruchsrezeptoren können die Vierbeiner
Gerüche unterscheiden und bis in kleinste Teilchen zerlegen und sortieren.
Diese Eindrücke werden an das Gehirn weitergeleitet und gespeichert. Ca. 10%
des Hundegehirns sind dazu bestimmt, Geruchsinformationen zu speichern und zu
verarbeiten. Beim Menschen ist es nur ca. 1%. Der Hund kann auch dann noch einen
bestimmten Geruch wahrnehmen, wenn er von anderen
stärkeren Gerüchen überlagert wird. Selbst winzige Duftmoleküle werden
aufgenommen. Dadurch können Hunde auch Fährten aufspüren, die bis zu 48
Stunden alt sind.
Um die Unterschiede zwischen Hund und Mensch zu verdeutlichen, hier
einige Beispiele:
 | Das
Riechhirn bei einem deutschen Schäferhund beträgt etwa 50 Gramm, beim
Menschen sind es nur wenige Gramm.
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 | Der
Hund hat ca. 220.000.000 Riechzellen, ein Mensch ca. 5.000.000. Die
Hundenase ist also ca. 44 mal empfindlicher als die eines Menschen.
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 | Unter
anderem unterscheidet sich auch die Größe und Dicke der Nasenschleimhaut.
Die Nasenschleimhaut eines Hundes hat eine Fläche von 150 cm² und eine
Dicke von 0,012 mm, die eines Menschen hat eine Fläche von 5 cm² und eine
Dicke von 0.06 mm. Das Riechzentrum ist mehrfach
gefaltet, so dass es jede Menge Falten und Ecken bildet, wo
Geruchspartikel hängen bleiben.
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Die hervorragende
Hundenase ist unersetzlich. Selbst der modernsten Technik hat
sie einiges
voraus. Es gibt viele Einsatzgebiete für unseren 4-beinigen Freund wie z.B. der
bekannte Lawinen- und Trümmerhund. Durch die sogenannte Buttersäure, die der
Mensch in Stresssituationen produziert und über die Haut ausscheidet, werden
die Hunde auf die Spur gebracht. So können sie Verschüttete bis zu ca. 6
Metern Tiefe, je nach Dichte der Trümmerschicht riechen. Außerdem werden Hunde
auch als Flächen-, Wasser-, Jagd-, Sprengstoff-, Rauschgift-, Leichenspür-, Fährtenspürhunde
eingesetzt. Bei der Flächensuche ersetzt der Vierbeiner mit seinem
„Nasendetektor“ ca. 50 Menschen.
Einige weniger bekannte
Einsatzgebiete der Hundenase, sind in folgenden Beispielen kurz erwähnt.
 | Identifikationshunde
(ID-Hunde):
Die Polizei setzt ihre feine Spürnase bei kriminaltechnischen
Untersuchungen ein. Hierfür sind nur Geruchskomponenten zur Identifizierung
notwendig, im Gegensatz zur DNA-Analyse, wo stoffliche Partikel benötigt
werden. |
 | Therapiehunde:
In einigen englischen Krankenhäusern suchen sogenannte „Therapiehunde“
die
Patienten auf. Sie dienen als Kontakt zu bettlägerigen, einsamen Patienten,
Behinderten und Kinder.
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 | Im medizinischen Bereich
werden Hunde zur Früherkennung eingesetzt. Durch Winseln und Bellen
warnen sie vor Unterzuckerung bei Zuckerkranken, vor Epilepsieanfälle und
drohenden Herzinfarkten.
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 | In Schweden spüren Hunde in den
weit verbreiteten Holzhäusern die gesundheitsgefährdenden Schimmelpilze
auf oder zeigen ihrem Führer bei Telegraphenmasten unterirdische
Schimmelpilze und Bakterien an, die zum Verfaulen der Masten führen.
Dadurch wird einem Umstürzen vorgebeugt.
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Man sieht, der Einsatz
der Hunde kann weit gefächert werden und ist unentbehrlich für das Überleben
mancher Menschen.
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