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Antigone

Rabija Antigone Boomerang Clown

                          

Hallo Yvonne-Christine

Hier ist meine kleine Geschichte über meine  kleine Stute ANTIGONE, (Fuchs), Geb.: 1.6.91 und ihr Verladeproblem

Das erste mal das mir so einfällt, war wie ich sie gekauft habe und wir sie holten.
Da ging es eigentlich ganz gut. Wir hatten den Hänger zwischen zwei Wänden stehen,
ich hab sie reingeführt und die Vorbesitzerin ist mit dem Besen hinterher, dabei hat sie der Besen nicht berührt.
Dann bin ich mal mit ihr auf einen Dressurkurs gefahren, wo wir dann 5 Tage dort waren.
Beim Hinfahren ging das Verladen eigentlich auch noch ganz gut, wir haben wieder den Besen zu Hilfe genommen, nur diesmal musste man sie mit dem Besen berühren.
Beim nach Hause fahren hat das Einsteigen in den Hänger dann schon etwas länger gedauert. Den Hänger haben wir neben einer Wand geparkt und dann die Longe zu Hilfe genommen.  Das Ganze dauerte ca. ne halbe Stunde bis Antigone sich entschloß einzusteigen.
Als wir dann mal auf einem Turnier waren, hatten wir  beim Heimweg dann schon größere Probleme. Mehrere Leute aus dem Stall halfen uns, wir hatten zwei Longen und es dauerte bestimmt 1 Stunde, bis wir Antigone drinnen hatten. Sie hat dann eben auch angefangen zu steigen und sich auf der Hinterhand zu drehen.
Als wir einmal in die Klinik mussten, hat sie der Tierarzt 3x sediert und trotzdem hat sie noch ausgeschlagen. Ca. 3 Stunden hat es gebraucht bis sie im Hänger war, und dann noch mal 2 Stunden bis wir dann losfahren konnten, da sie ja sediert war. Man kann sich vorstellen wie das Verladen ausgesehen hat. Alle erdenklichen Tricks haben wir ausprobiert.
Beim Nachhause fahren haben dann die Leute von der Klinik geholfen. Irgendwann wurde es mit dem Elektroschocker probiert, was natürlich auch nicht funktioniert hat, letztendlich zogen die Leute von der Klinik sie dann mit der Nasenbremse rein.
2-3 x war ich noch auf Turnieren, wobei ich da dann hingeritten bin.
Ich sag mal so, ich bin selbst schuld, daß es soweit kommen musste, ich hätte „bloß“ eher anfangen müssen das ganze einfach mal üben, mit Leuten, die da einfach mehr Erfahrung haben und dem Pferd Vertrauen geben. Und nicht den Fehler zu begehen jedes Mal ein halbes Jahr vergehen lassen und dann den Druck zu haben, heute muss es funktionieren.
Durch Zufall habe ich Deinen Flyer für das Verladetraining gesehen und dadurch Deine Nummer bekommen. Ich muss sagen, vorher habe ich von Deiner Verlademethode noch nichts gehört. Aber ich beschloß, einen Versuch zu wagen und es auszuprobieren. Schlimmer konnte es ja mit dem Verladen fast nicht werden.
Mein „kleines Monster“ ist schon so ´ne Harte Nuss gewesen, das hast Du ja selber mitbekommen, weil sie halt nicht dumm ist und ausprobiert, wie sie dem Ganzen entkommen kann und wer die besseren Nerven hat. Als Du das Vertrauenstraining mit ihr in der Halle gemacht hast, war ich sehr erstaunt, dass sie  Dir so ohne Führstrick durch die Halle gefolgt ist.
Voll überrascht war ich, wie sie das 1.x ohne Führstrick mit Dir in den Hänger ist. Das hätte ich wirklich nicht erwartet. Was ich auch gut fand ist, dass Du mich in das Training mir einbezogen hast und mir meine Fehler aufgezeigt hast. Unter Deiner Anleitung fühlte ich mich sicher und ich hatte keine Angst Fehler zu machen. Dann hab ich ja fleißig geübt und war eigentlich ganz stolz, daß sich die Zeiten immer mehr verlängert haben, die sie dann im Hänger geblieben ist. Mit der Zeit hat es dann richtig Spaß gemacht, weil Antigone so schön mit mir in den Hänger ist.
Dann kam die Zeit, wo ich das Gefühl hatte es geht nichts mehr vorwärts, wo wir die Trennwand enger gestellt hatten und sie nicht mehr so mitgemacht hat. Da war ich dann voll deprimiert, wie sie dann auch rückwärts rausgerumpelt ist, als wir versuchten bei der Trennwand zuzumachen. Da hatte ich es dann schon fast aufgegeben.
Doch dann kam der riesen Schritt, als wir Tinis Hänger genommen haben und konnten endlich zumachen konnten. Wie sie dann anfangs gezittert hat als hinten zu war, da tat sie mir irgendwie leid, doch irgendwie war ich voll stolz und mir ist der Mont Everest vom Herzen gefallen, als es geklappt hat. In diesen brenzligen Situationen musste ich Dich bewundern, dass Du Nerven wie Drahtseile hattest.
Die Krönung war als wir dann das erstemal um den Hof gefahren sind, da konnte ich mich das erstemal so richtig freuen und hatte das Gefühl jetzt haben wir das schlimmste überstanden. Davor war es schon immer gut und wir haben ja auch Fortschritte gemacht, aber ich hab mir immer Sorgen gemacht was sie wohl das nächste Mal für Geschichten macht. Aber meine Befürchtungen bewahrheiten sich nicht, sie wurde zunehmend besser, ja und jetzt kann ich mit meinem Dad fleißig üben.
Ich bin auf alle Fälle voll mit Deinem Training zufrieden, und hoffen das ich jetzt mit meinem Dad zusammen das alles fleißig weiterüben kann und in den Griff bekomme bis zu meinem nächsten Turnier.
Übrigens haben wir jetzt einen eigenen Hänger und brauche ihn nicht mehr auszuleihen.
Mittlerweile haben wir auch kein Verladeproblem mehr, Dank Yvonne´s Training und ich kann jetzt fleißig auf Turniere fahren.
 
Liebe Grüße,
 
Manuela und Antigone                                                    Oktober 2001